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Bridging the Gap: Sicherstellung der ethischen Nutzung von People Analytics

In der Ära von Big Data und hochentwickelten Analysetools hat sich People Analytics als Leuchtturm für Organisationen etabliert, die bestrebt sind, ihr Personal zu optimieren. Durch die Nutzung von Daten können Unternehmen wertvolle Einblicke in das Verhalten, die Fähigkeiten, Motivationen und die allgemeine Leistung der Mitarbeiter gewinnen. Mit großer Macht kommt jedoch auch große Verantwortung. Während Unternehmen sich beeilen, diese Erkenntnisse zu nutzen, müssen sie vorsichtig vorgehen und sicherstellen, dass sie die ethischen Standards einhalten, die die Rechte der Mitarbeiter schützen und eine Vertrauenskultur fördern.


Der schmale Grad zwischen Überwachung und Analyse

Angesichts der Fülle von Daten ist es für Organisationen leicht, die Grenzen zwischen echter analytischer Forschung und invasiver Überwachung zu verwischen. Die Überwachung von Mitarbeitenden-E-Mails, die Verfolgung ihrer Bewegungen und die Analyse persönlicher Merkmale können sich aufdringlich anfühlen, Misstrauen schüren und datenschutzrechtliche Grundordnungen verletzen. Der Schlüssel liegt in Absicht und Transparenz.

Organisationen sollten darauf abzielen, Daten zu nutzen, um ein besseres Arbeitsumfeld zu schaffen und Prozesse und Strukturen zu optimieren, nicht um im Detail zu überwachen oder in persönliche Freiheiten einzugreifen. Darüber hinaus sollten Mitarbeitenden darüber informiert werden, welche Daten gesammelt werden, wie sie verwendet werden und welche direkten Vorteile sie durch solche Analysen erhalten könnten, wie personalisierte Schulungsprogramme oder eine verbesserte Work-Life-Balance.


Potenzielle Voreingenommenheit in People Analytics und ihre Auswirkungen

So wie Vorurteile menschliche Entscheidungsprozesse beeinflussen können, können sie auch in Datensätze und Algorithmen gelangen. Historische Einstellungsdaten könnten beispielsweise geschlechts- oder rassenspezifische Vorurteile widerspiegeln. Wenn diese Daten ohne Korrektur verwendet werden, können diese Vorurteile verstärkt werden, was zu weiter verzerrten Einstellungs- oder Beförderungspraktiken führt.

Um dies zu bekämpfen, müssen Unternehmen sich der potenziellen Quellen von Voreingenommenheit bewusst sein, ihre Analyseprozesse kontinuierlich überprüfen und verfeinern und vielfältige Teams einsetzen, um People Analytics-Projekte zu überwachen. Solche Maßnahmen können dazu beitragen, Fairness und Objektivität sicherzustellen und den wahren Kern der Analytik - unvoreingenommene, datengetriebene Einblicke - zu bewahren.


Privatsphäre und Vertraulichkeit sicherstellen

Eine der wichtigsten Bedenken beim Umgang mit persönlichen Daten ist die Sicherstellung der Privatsphäre und Vertraulichkeit von Einzelpersonen. In Europa gilt diesbezüglich die Einhaltung der DSGVO.

Unternehmen müssen transparent sein in Bezug auf Datenerfassung, -speicherung und -nutzung. Durch den Einsatz starker Verschlüsselungsmethoden, regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen und klare Datenverwaltungsrichtlinien können Datenschutzverletzungen und unberechtigter Datenzugriff verhindert werden. Gleiches gilt natürlich auch für die Tools und Dienstleistungen, die sich Unternehmen einkaufen. Auch hier sollten Unternehmen im Rahmen einen Prüfung sicherstellen, dass Anbieter der Datenschutzgrundverordnung entsprechen.


Best Practices für die ethische Datenerfassung und -nutzung

Um Ethik in People Analytics zu gewährleisten:

  1. Transparenz: Informiert die Mitarbeitenden immer darüber, welche Daten gesammelt werden und zu welchem Zweck.

  2. Einwilligung: Priorisiert Opt-in-Methoden für die Datenerfassung, damit die Mitarbeitenden eine Wahl haben.

  3. Anonymisierung: Verwendet, wo möglich, anonymisierte bzw. pseudonymisierte Daten, damit keine Rückschlüsse auf einzelne Individuen geführt werden können.

  4. Zweckbegrenzung: Erfasst nur Daten, die direkt relevant und für den analytischen Zweck erforderlich sind.

Abschließend lässt sich sagen, dass People Analytics viele Möglichkeiten für organisatorisches Wachstum und Optimierung bietet, es gibt jedoch Regeln, die zum Wohl der Mitarbeitenden eingehalten werden müssen. Indem Unternehmen Ethik priorisieren, können sie das volle Potenzial von People Analytics nutzen, ohne Vertrauen und Integrität zu gefährden.






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